Alles über Cashmere

Cashmere stammt ausschließlich aus den Haaren der Ziege Capra Hircus, die in den Hochtälern des Tibets und des Himalaya, aber hauptsächlich in der Mongolei, lebt. Sie besitzt eine besonders feine, weiche und warme Wolle, die sie besonders gegen die extreme Kälte (Temperaturen bis – 40° C) schützt. Nachdem die Ziege ihr Winterfell verloren hat oder es geschoren wurde, werden die Haare nach Feinheit sortiert (das bestimmt die Qualität des Cashmeres), gereinigt, gesponnen und gewebt. Die Anzahl der Fäden gibt einen Hinweis auf die Dicke des Pullovers : von fein (2-fädig) bis sehr dick (10 bis 12-fädig).
Cashmere ist viel weicher, wärmer und isothermischer (wärmeaustauschend) als Schafwolle und kann direkt auf nackter Haut getragen werden, ohne zu kratzen.
Wer einmal einen Cashmere-Pullover getragen hat, wird ungern Schafwolle tragen wollen, denn der Tragekomfort ist unvergleichbar.

Geschichte und Ursprung des Cashmeres.

Marco Polo soll im XIII Jahrhundert in Höhlen in der Mongolei Darstellungen von wilden Ziegen, die von Menschen gezähmt wurden, entdeckt haben. Es ist also durchaus denkbar, daß diese Ziegen mit der wunderbaren warmen Wolle schon in Urzeiten von Schäfern gezüchtet wurden. Ein Segen in allen Regionen, wo der Winter besonders hart ist. Erst im XIX Jahrhundert wurde diese wertvolle Wolle in Europa bekannt und "Cashmere" genannt.
In den Hochebenen des Himalaya im Ladakh und Tibet liegt der Ursprung der authentischen Cashmere-Wolle. Auf einer Höhe von 4 000 Metern lebt die Capra Hircus, eine heute gezähmte Ziege, auch unter dem Namen Pashmina bekannt. Um den langen Winter (fast 6 Monate) und die extremen Temperaturen (bis – 40°C) überstehen zu können, hat das Tier ein Fell mit langen Haaren.
Von diesem Tier, dessen Größe zwischen der uns bekannten Hausziege und der Zwergziege liegt, stammt diese außerordentliche Wolle, die den Begriff "Cashmere" in der ganzen Welt berühmt gemacht hat.

Die "Ernte" des Cashmeres.

Im Frühjahr, wenn die Luft etwas milder wird, verliert die Ziege einen Teil ihrer Haare bei dem Fellwechsels. Zu diesem Zeitpunkt kann die wertvolle Wolle gesammelt werden.
Die Cashmere-Ernte ist also unterschiedlich, je nach dem, ob es sich um wilde (überwiegend im Himalaya) oder gezähmte Ziegen handelt (überwiegend in der Mongolei).
Im Himalaya wird eine natürliche und traditionelle Methode angewandt: wenn es der Ziege zu warm wird, reibt sie sich an den Steinen/Felsen oder Sträuchern, um die Enthaarung zu beschleunigen und kleine Wollbüschel bleiben dran hängen. Der kostbare Flaum wird anschließend von den dortigen Bergbauern eingesammelt.
Die Mongolei ist ein Riesengebiet (größer als Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien zusammen). Es ist eine dürre Einöde mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte der Welt, die sich in 2 Länder aufteilt : die (eigentliche) Mongolei und die sogenannte "innere Mongolei" - eine unabhängige Provinz, die zu China gehört.
Diese Region enthält 70 bis 80 % des Weltbestands an Capra Hircus Ziegen. Die Zucht ist noch sehr ursprünglich und ist die wichtigste Einnahmequelle einer sehr ländlichen Bevölkerung. In der Mongolei werden die Ziegen gekämmt und geschoren.
Von einer Ziege gewinnt man nur ca. 100 Gramm verwendbares Cashmere. Für einen Pullover braucht man also die Wolle von 2-6 Ziegen.

Warum dann "Cashmere", wenn die Ziege nicht im Kaschmir lebt ?

Ganz einfach, weil sich das Weben der kostbaren Wolle zuerst in der Kaschmir-Region (in Indien) angesiedelt hat, die sich auf der legendären Seidenroute befand. Der Name der Region ist zum Inbegriff des Stoffes geworden.
Inzwischen hat sich vieles verändert und die indische Produktion ist sehr zurückgegangen, weil sie sich nicht angepaßt hat – auch wenn die meisten Urlauber aus Indien einen sehr schönen Pashmina als Souvenir mitbringen (der allerdings sicherlich aus 100% Viskose ist, wenn sie dafür nur einige Dollars bezahlt haben : der richtige Cashmere ist nämlich nicht billig – egal in welchem Land er gekauft wird)

Cashmere-Produktion in der Welt.

Die Cashmere-Weltproduktion liegt bei ca. 0,5% der Wollproduktion. Cashmere bleibt also das besondere Material. Heutzutage ist die Produktion im Himalaya gering. Die meisten Ziegen werden in der Mongolei gezüchtet, woher ¾ des Rohmaterials stammt ; die restliche Produktion kommt aus dem Iran und aus Afghanistan, aber der Cashmere aus diesen beiden Ländern hat einen wesentlich schlechteren Ruf.
Obwohl sie nicht mehr wild leben, sind diese Ziegen schwierig zu züchten und brauchen unbedingt ein hartes Klima. Es gibt nur ganz wenige Regionen in der Welt, wo sie sich wohlfühlen. Es ist also zu erwarten, daß die Mongolei ihre Exklusivität behält.
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